Klaus Wowereit - der modernste BER-Sozialdemokrat?

Die Götterdämmerung des Klaus W.

 

Permanent den Mund zu voll genommen?

 

Guten Morgen,

nein, wir haben KW mit unserem Fotomaterial nie gut aussehen lassen.

Warum hätten wir das auch tun sollen, wo doch seine Haltung immer zwischen "Ich mach euch den BBI/BER" und "Die Anderen haben es vermasselt" hin und her schwankte.

 

 


Unvergessen auch die Wowereitsche Aussage, dass der Bau des damaligen BBI einen sofortigen Baustopp erleiden würde, wenn Tempelhof offen bliebe.
 

 

 

Eine Aussage, die man mit Fug und Recht schon vor 2008 als unwahr bezeichnen durfte, wenn man es sich denn wie wir traute, und die seit mehreren Jahren und fünf Absagen eines BER-Eröffnungstermins in der bitteren Ironie des permanenten Stillstands in Schönefeld mündet.

 

 

Und nachdem eine Milliarde Euro nach der anderen im märkischen Sand versinkt, und die Kostenschätzungen - unabhängig von einem Eröffnungstermin, für den Siemens-Chef Käser schon einmal Geduld bis 2023 angemahnte - zwischen 4,7 u. 7 Milliarden Euro schwanken, wird nun das große Hallali auf den kleinen König von Berlin veranstaltet, aber nicht wegen der Milliarden in Schönefeld, sondern weil sein Kulturstaatssekretär ein Steuersünder ist - und KW das seit 2012 gewusst hat.

Und der Berliner SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß bekundete sogar Verständnis für diese "Loyalität". Einige Zeitgenossen würden das wohl als Kumpanei bezeichnen, aber egal.

Erschüttert hat uns nun tatsächlich ein Welt-Artikel, unter dem Titel "Klaus Wowereit, der Regierende Performer", und speiübel ist uns beim Lesen geworden, weil im Text KW als "großer Bürgermeister" und "moderner Sozialdemokrat" gepriesen wird.

Unsere spontane Reaktion war, dass man eine freie Presse nicht braucht, wenn sie so gelenkt daher kommt, wobei Ausnahmen selbstverständlich die Regel bestätigen. Aber ein Titel ist nun KW tatsächlich nicht mehr zu nehmen, nämlich der des "Modernsten BER-Sozialdemokraten"!

Und fassungslos waren wir, als wir folgendes lesen mussten:

"Spätestens einen Tag nach dem Rücktritt wird man zu ahnen beginnen, dass dieser eigensinnige Mann der richtige zur richtigen Zeit für diese ebenso zauberhafte wie barbarische Stadt war. Deswegen danke, Klaus Wowereit." Sind wir jetzt in Sotschi?  

Nein, wir können es immer noch nicht fassen, dass das tatsächlich in der von Axel Cäsar Springer begründeten (wohl ehemaligen) Qualitätszeitung "Die Welt" steht, die ihr Verlagsgebäude ganz bewusst der Berliner Mauer und damit der Unfreiheit entgegen stellte.

Nein, wir sagen nicht "Danke" zu Klaus Wowereit!  
 

 

Aber KW wird das schon wieder hinbekommen und seine Götterdämmerung kann noch sehr lange dauern, weil er sich das bisschen Opposition doch gerne selber macht, und auch nicht wählerisch ist, was seine Koalitionspartner anbelangt, egal ob es sich um die CDU, die Grünen, Die Linke oder jetzt wieder die CDU handelt.

Und jetzt soll es ein Volksbegehren zur Abwahl von Klaus Wowereit geben - aber nicht wegen der in Brandenburg vergrabenen Milliarden Euro! Wir sagen: "Willkommen aus dem Mustopf!"

Herzliche Grüße

Ihr Brennpunkt-BER-Team

 



P.S.

Klug, billig und äußerst verträglich wäre es gewesen, alle drei bestehenden Flughafenstandorte der Region aufeinander abzustimmen. Aber in Berlin und Brandenburg muss der Klügere nachgeben.

   
Text & Redaktion: Wolfgang Przewieslik

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